Ausbildungskurs und Brauchbarkeitsprüfung in der JV Zollernalbkreis 2016
Ab Frühjahr 2016 habe ich einen Ausbildungskurs zur Brauchbarkeit innerhalb der Jägervereinigung Zollernalbkreis angeboten.
Anfangs trafen wir uns jeweils an Samstagen am Böllatweiher, um uns mit den Grundlagen der jagdlichen Arbeit, welche zum Großteil aus dem Gehorsam bestehen, zu beschäftigen.
Neben der Wassergewöhnung standen die gezielte Förderung der Nasenarbeit – Führerrückfährte – und die Förderung der Apportierfreude auf dem Ausbildungsplan. Später kamen dann die Arbeit auf der Rotfährte – Verhalten am Anschuss, Abgang vom Anschuss auf die Wundfährte, Umgang mit Verleitungen, Erkennen / Lesen des eigenen Hundes auf der Fährte, hinzu.
Es wurde aber auch versucht, den Hundeführern klar zu machen, dass es ohne üben alleine nicht reicht. Jeder Teilnehmer wurde angespornt, auf das Ablegen der Brauchbarkeitsprüfung entsprechend zu trainieren.
Zum Ende des Kurses stand dann auch die Arbeit mit Schleppwild an. Hier konnten die Kursteilnehmer zeigen, wie sich das Üben der Apportierarbeit im Vorfeld mit den entsprechenden Hilfsmitteln (Dummys) ausgezahlt hat. Keiner der teilnehmenden Hunde hatte Probleme mit der Aufnahme und dem Zutragen des Schleppwildes.
Für Ende Oktober stand die geplante und von den Teilnehmern des Vorbereitungskurses heiß erwartetet Brauchbarkeitsprüfung auf dem Programm.
Eine Woche vor der Prüfung habe ich mir dann leider einen Muskelbündelriss in der Wade zugezogen, so dass an ein Tupfen der Schweißfährten durch mich nicht zu denken war.
Doch einer der eingeladenen Richter zeigte sich kurzfristig bereit, die Prüfung in seinem Revier durchzuführen. Einen Tag vor der Prüfung meldete sich dann auch leider dieser Richter krank. Eine Grippe hatte ihn arg in Mitleidenschaft gezogen.
Doch was sind Kontakte nicht alles wert, und so konnte ganz kurzfristig ein weiterer Richter in dem ihm bekannten Revier die Schweißfährten (ausschließlich Übernachtfährten) legen.
Ein anderer mir bekannter Richter übernahm kurzfristig die Aufgabe des Richterobmanns.
Zur Prüfung selbst ist dann eine recht bunte Mischung unserer Jagdgebrauchshunde angetreten – Bayrischer Gebirgsschweißhund, Laika (Russisch-Europäische), Kurzhaarteckel, Curly-Coated-Retriever und Heideterrier. Von den fünf angetretenen Hunden konnte einer leider nicht bestehen, einer errang die Allgemeine Brauchbarkeit + Übernachtfährte und drei die Brauchbarkeit zur Nachsuche auf Schalenwild.
An dieser Stelle gilt es auch Danke zu sagen:
- Danke an Angelika und Friedrich Schuler, die uns das Gelände für unsere Übungstage zur Verfügung stellten und dies auch gerne in 2017 wieder tun werden.
- Danke an Werner Zeiher, der uns einen Teil seines Revieres für die Prüfungsfährten zur Verfügung stellte. Aus den o.a. Gründen konnten wir es leider nicht nutzen, kommen aber in 2017 gerne auf das Angebot zurück.
- Danke an den Hundeobmann der KJV Tuttlingen Manfred Gruhler, der sich spontan bereit erklärte, die Prüfung in seinem Revier abzuhalten.
- Ein herzliches Dankeschön auch an die 3 Richter Rudolf Linzmaier, Willi Tettmann und Bernhard Müller vom Hagen.
Für das Jahr 2017 gibt es bereits einige Anfragen für den neuen Kurs – dieser wird aller Voraussicht im April beginnen. Neben der Brauchbarkeit als angestrebtes Prüfungsziel möchte ich auch solche Hundeführer ansprechen, welche die Prüfungen ihrer jeweiligen Zuchtvereine anstreben.
In 2017 wird es dann letztmalig die Brauchbarkeitsprüfung in der bekannten Form geben, bevor dann ab 2018 die überarbeitete PO in Kraft tritt.
Günter Walkemeyer – Hundeobmann der JV
- tatkräftig unterstützt von seiner Frau Marianne, bei der wir uns im Namen der JV ebenfalls herzlich bedanken!




